Konflikte im Team konstruktiv nutzen

Konflikte im Team können wie Sand im Getriebe sein und den Unternehmensmotor zerstören. Betroffene Mitarbeiter sind unzufrieden und gehen in die innere oder äußere Kündigung.
Energien werden dazu verwandt, sich an den Kollegen zu reiben, anstatt produktiv zu arbeiten. Die Gefahr: Konflikte brodeln oft unterschwellig, z. B. in Form von kleinen Sticheleien, Sprüchen oder dem Abwenden, wenn eine bestimmte Person den Raum betritt. Sie können allerdings auch im offenen Streit ausgefochten werden.

Konflikte konstruktiv nutzen

Eine verbesserte Konfliktkultur hilft, bestehende Konflikte zu klären und zukünftige Konflikte konstruktiv zu nutzen. So liefern Konflikte den Energieschub für oft wertvolle Veränderungen.

Im Training werden bestehende „kalte“ oder „heiße“ Konflikte bearbeitet, so dass alle Beteiligten wissen, woran sie sind. Hieraus ergeben sich bereits erste Lösungen.

Zielgruppe

  • Alle Arbeits-, Projekt- und Führungsteams sowie alle sonstigen Gruppen, die untereinander unterschwellige oder offene Konflikte austragen
  • Personen und Gruppen (inklusive der direkten Vorgesetzten), die in einen Konflikt involviert sind
  • Führungskräfte und Personalverantwortliche, die selbst das Handwerkszeug zur Konfliktklärung erlernen möchten

Ziele und Nutzen

  1. Klärung vorhandener Konflikte
  2. Präventives Vermitteln von Kompetenzen zur Klärung von Konflikten

Die Mitarbeiter sind nach der Konfliktklärung wieder arbeitsfähig, ihre Energie und Aufmerksamkeit kann wieder in die Arbeit fließen. Schaffen Sie Klarheit im Beziehungssumpf,
damit Anspannung und Unwohlsein, wenn Mitarbeiter sich auf dem Flur begegnen, verschwinden.
Ziel ist es nicht, eine vordergründige friedhöfliche Stimmung zu schaffen, sondern zu wissen, woran Sie miteinander sind und wie Sie mit bestimmten Situationen umgehen wollen. Häufig werden die Belange des anderen erstmals richtig verstanden und Lösungswege ermöglicht.

„Heiße“ Konflikte werden sachlich ausgetragen. „Kalte“, schwelende Konflikte werden offen gelegt. Wie nach einem reinigenden Gewitter ist die Stimmung meist wieder klar, frisch,
motivierend und angenehm.

Nach dem erfolgreichen Training wissen alle Beteiligten, wo sie stehen und entsprechende Konsequenzen können gezogen werden.
Das Ideal ist eine zufriedenstellende und effektive Zusammenarbeit.
Hierzu trägt auch die Vermittlung von Techniken der Konfliktklärung bei. Die Teilnehmer erlernen Fertigkeiten, um sowohl wahrheits- als auch wirkungsorientiert kommunizieren zu können.

Inhalte

  • Aufarbeitung von bestehenden Konflikten durch die sieben Schritte der Konfliktklärung
  • Evtl. ein Outdoor-Projekt zu Beginn des Trainings, um die aktuelle (problematische) Umgangsweise für alle bewusst zu machen.
  • Vermittlung von Dialog-Theorien über Kommunikation und Techniken der Konfliktklärung
  • Evtl. ein Outdoor-Projekt am Ende des Trainings, um verbesserte Umgangsweisen einzuüben und den Unterschied im Umgang zu verdeutlichen und zu verinnerlichen.

Besondere und bewährte Methoden

Der wesentliche Teil dieses Trainings ist die dritte Phase, in der jede Konfliktpartei ihre Sicht der Dinge darstellt.

Durch diese Vorgehensweise wird viel Verständnis und eine Entschleunigung der oft schnell erhobenen Vorwürfe erreicht.
In der darauffolgenden vierten Phase „Dialog“ suchen die Konfliktparteien das direkte Gespräch. Wenn die Kontrahenten die andere Position verstehen (ohne mit ihr einverstanden sein zu müssen!), wird die Lösung oft erstaunlich einfach.

Praxisbeispiel

Ausgangslage
Seit Jahren wurde die Stimmung im Team immer schlechter. Der Grund lag vermutlich in der sehr hohen Arbeitsbelastung. In der Folge wurden Arbeiten – und erst recht die Verantwortung für Fehler – dem Kollegen zugeschoben.
Für das Unternehmen war es besonders schädigend, dass wichtige Informationen bewusst nicht weitergegeben wurden. Dadurch wurden auch die Kunden zunehmend unzufriedener. Eine Klärung war dringend nötig.

Herangehensweise
Im ersten Schritt schilderte jedes Teammitglied seine Sichtweise (Vergangenheit). Der Moderator half dabei, entscheidende Dinge auf den Punkt zu bringen.

Erst im zweiten Schritt tauschten sich die Beteiligten direkt miteinander aus (Gegenwart).
Auf diesem Weg konnten alle Beteiligten die Sichtweisen und Beweggründe des jeweils Anderen verstehen (d. h. nicht zwangsläufig, sie zu akzeptieren). Die eigene Position wurde
geklärt und konkretisiert.

Im dritten Schritt wurde dann gemeinsam nach Lösungen gesucht (Zukunft). Auf der Grundlage des Wissens um die Gegenposition wurde die Suche erheblich einfacher.
Eine sachlich geführte Diskussion der Probleme war möglich geworden.

Ergebnisse
Das gesteigerte Verständnis für die Position des jeweils Anderen nahm den Druck aus dem Konflikt. So konnten die Energien wieder auf die Arbeit gelenkt werden.
Jetzt sind die Weichen gut gestellt, so dass es in Zukunft nicht mehr zu einer derartigen „Verschleppung“ von Konflikten kommen kann.

Aus Gründen der Diskretion wird hier keine direkte Quelle benannt.

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