Mehrwert durch Unternehmenskultur
Team- und Mitarbeiterführung souverän gestalten

Drei Menschen, ein Elefant – und die Frage, was gute Führung ausmacht

Warum gute Führung unterschiedlich sein darf und trotzdem ein gemeinsames Fundament braucht.

Drei blinde Menschen sollen einen Elefanten beschreiben. Jeder darf das Tier an einer anderen Stelle ertasten.

Der Erste umfasst ein Bein. „Ein Elefant ist groß, stark und stabil. Wie eine mächtige Säule.“

Der Zweite ertastet den Rüssel. „Unsinn! Ein Elefant ist beweglich, biegsam und windet sich wie eine Schlange.“

Der Dritte versucht, den Schwanz zu greifen. Doch der bewegt sich ständig hin und her. „Ihr habt beide keine Ahnung. Ein Elefant ist flatterhaft, unberechenbar und kaum zu fassen.“

Alle drei beschreiben etwas, das tatsächlich vorhanden ist. Und doch entsteht aus keiner der drei Beschreibungen ein vollständiges Bild.

Was hat das mit Führung in Unternehmen zu tun? Mehr, als man zunächst vermuten würde.

Fragen wir drei Mitarbeitende, wie sie die Führung in ihrem Unternehmen erleben, könnten wir ähnlich unterschiedliche Antworten bekommen.

„Meine Führungskraft gibt mir Sicherheit. Ich weiß genau, was von mir erwartet wird.“

„Bei uns bekomme ich viele Freiheiten. Ich kann selbst entscheiden und meine Arbeit gestalten.“

„Ich habe manchmal das Gefühl, allein gelassen zu werden. Mir fehlen klare Entscheidungen und Orientierung.“

Drei Menschen. Vielleicht sogar dieselbe Führungskraft. Und drei ganz unterschiedliche Wahrnehmungen.

Unterschiedliche Menschen brauchen unterschiedliche Führung

Menschen bringen verschiedene Persönlichkeiten, Erfahrungen, Werte und Bedürfnisse mit an ihren Arbeitsplatz.

Was dem einen Sicherheit gibt, empfindet die andere möglicherweise als einengend. Während ein Mitarbeiter mit viel Eigenverantwortung aufblüht, wünscht sich seine Kollegin zunächst mehr Orientierung und regelmäßige Rückmeldung.

Der eine möchte bei Entscheidungen beteiligt werden. Die andere erwartet, dass ihre Führungskraft Verantwortung übernimmt und eine klare Richtung vorgibt.

Hinzu kommt: Bedürfnisse sind nicht unveränderlich. Wer eine neue Aufgabe übernimmt, braucht vielleicht zunächst mehr Begleitung. Mit wachsender Erfahrung wird derselbe Mensch zunehmend selbstständig handeln wollen.

Gute Führung bedeutet deshalb nicht, alle gleich zu behandeln. Sondern Menschen und Situationen angemessen zu begegnen.

Eine Führungskraft muss ihr Verhalten variieren können: mal Orientierung geben, mal Freiraum ermöglichen, mal ermutigen, mal klare Grenzen setzen.

Das ist kein Widerspruch, sondern Ausdruck guter Führung.

Doch damit stellt sich eine weitere Frage: Wenn schon eine einzelne Führungskraft so unterschiedlich führen muss, wie kann dann ein ganzes Führungsteam ein gemeinsames Führungsverständnis entwickeln?

Unterschiedliches Führungsverhalten – gemeinsame Haltung

Ein gemeinsames Führungsverständnis bedeutet nicht, dass alle Führungskräfte dieselben Methoden anwenden, dieselben Entscheidungen treffen oder denselben persönlichen Stil pflegen.

Entscheidend ist, aus welcher Haltung heraus sie führen.

Welches Menschenbild prägt unser Handeln? Trauen wir Mitarbeitenden grundsätzlich zu, Verantwortung zu übernehmen? Sehen wir Fehler als Anlass zur Schuldzuweisung oder als Möglichkeit, gemeinsam zu lernen? Wie verstehen wir Wertschätzung, Vertrauen, Leistung und Verantwortung?

Und woran sollen Mitarbeitende diese Werte im Alltag erkennen können?

Nehmen wir beispielsweise den Wert Vertrauen.

Bei einem erfahrenen Mitarbeiter kann Vertrauen bedeuten, ihm weitreichende Entscheidungsfreiheit einzuräumen. Bei einer neuen Kollegin zeigt es sich vielleicht darin, ihr etwas zuzutrauen und sie zugleich eng zu begleiten, bis sie sich sicher fühlt.

Das Verhalten ist unterschiedlich. Die dahinterliegende Haltung ist dieselbe.

Einheitlichkeit in den Grundwerten. Vielfalt im Führungsverhalten.

Genau darin liegt eine wesentliche Aufgabe eines Führungsteams.

Wissen alle Führungskräfte, welchen Elefanten sie gemeinsam beschreiben?

In Unternehmen gibt es häufig Führungsleitbilder, formulierte Unternehmenswerte und vereinbarte Führungsgrundsätze.

Doch wie einheitlich werden diese tatsächlich verstanden und gelebt?

Was bedeutet beispielsweise Eigenverantwortung für die einzelnen Führungskräfte? Wie viel Mitsprache ist erwünscht? Wann wird aus Kontrolle sinnvolle Unterstützung? Und wie gehen wir miteinander um, wenn etwas schiefläuft?

Solange diese Fragen nicht gemeinsam reflektiert werden, kann es passieren, dass jede Führungskraft nach ihren eigenen, oft unausgesprochenen Überzeugungen handelt.

Dann erleben Mitarbeitende nicht nur unterschiedliche Führungsstile, sondern möglicherweise widersprüchliche Werte und Erwartungen.

Was in einer Abteilung als Eigeninitiative geschätzt wird, gilt in der nächsten als unerwünschtes Einmischen. Während eine Führungskraft Fehler offen anspricht, wird bei einer anderen nach Schuldigen gesucht.

Das kann Orientierung, Vertrauen und Zusammenarbeit erschweren – besonders dann, wenn mehrere Abteilungen gemeinsam Ergebnisse erzielen sollen.

Führung reflektieren statt nur darüber reden

In unserer Arbeit mit Führungsteams erleben wir immer wieder: Häufig fehlt es nicht an Führungswissen. Die meisten Führungskräfte wissen, dass Vertrauen, Wertschätzung, Klarheit und Eigenverantwortung wichtig sind.

Die entscheidende Frage ist, was sie konkret darunter verstehen und wie sich diese Vorstellungen in ihrem täglichen Verhalten zeigen.

Genau hier setzen wir mit ReSolTat an.

Wir unterstützen Führungskräfte und Führungsteams dabei, ihr Führungsverständnis, ihre Verhaltensmuster und deren Wirkung auf andere sichtbar zu machen. Nicht mit weiteren theoretischen Führungsmodellen allein, sondern durch Erfahrungen, ehrliche Gespräche, strukturierte Reflexion und die gemeinsame Entwicklung praktikabler Veränderungen.

Dabei geht es auch um unbequeme Fragen: Welche Erwartungen sprechen wir nicht aus? Wo stimmen unsere erklärten Werte nicht mit unserem tatsächlichen Verhalten überein? Wo stehen persönliche Interessen der gemeinsamen Führungsverantwortung im Weg?

Solche Fragen lassen sich im eigenen Führungsteam nicht immer leicht ansprechen. Eine externe Moderation kann helfen, unterschiedliche Perspektiven gleichberechtigt einzubringen, Spannungen konstruktiv zu bearbeiten und aus Erkenntnissen verbindliche Schritte abzuleiten.

Reflexion dort, wo Führung stattfindet – und manchmal bewusst außerhalb

Je nach Ausgangslage und Zielsetzung begleiten wir Führungsteams auf unterschiedlichen Wegen.

Im Führungsalltag – on the job: Wir greifen konkrete Führungssituationen, Entscheidungen und Herausforderungen auf. Mit strukturierten Reflexionsgesprächen, Feedbackmethoden und moderierten Workshops untersuchen wir, welche Haltungen und Verhaltensweisen wirksam sind und wo Veränderungen hilfreich wären. So wird der Führungsalltag selbst zum Lernfeld.

Im Offsite – mit Abstand zum Tagesgeschäft: Manchmal braucht es einen Perspektivwechsel, um eingefahrene Muster zu erkennen und grundsätzliche Fragen offen anzusprechen. Unsere Offsites, auch auf unserer eigenen Segelyacht, schaffen dafür einen besonderen Rahmen. Gemeinsame Aufgaben, wechselnde Führungsrollen und unmittelbare Erfahrungen in der Zusammenarbeit liefern reichlich Stoff für die anschließende Reflexion. Dabei geht es nicht um Segelkenntnisse, sondern um Führung, Vertrauen, Kommunikation und gemeinsame Verantwortung.

In der kontinuierlichen Begleitung: Ein gemeinsames Führungsverständnis entsteht nicht durch einen einzigen Workshop. Entscheidend ist, wie es im Alltag gelebt und weiterentwickelt wird. Deshalb begleiten wir Führungsteams auf Wunsch über längere Zeit – mit regelmäßigen Reflexionsrunden, Coaching, moderierten Führungstreffen und der Überprüfung vereinbarter Veränderungen.

In allen Formaten gilt derselbe Grundsatz: Erfahrungen machen, Wirkung erkennen, gemeinsam reflektieren und daraus konkretes Handeln entwickeln.

Drei Fragen für die nächste Führungsteamrunde

Vielleicht lohnt es sich, im nächsten Führungstreffen einmal nicht über Kennzahlen, Projekte oder operative Probleme zu sprechen, sondern über das eigene Führungsverständnis.

Drei Fragen können den Einstieg erleichtern:

  1. Menschenbild: Was glauben wir grundsätzlich über die Motivation und Verantwortungsbereitschaft unserer Mitarbeitenden?
  2. Haltung und Werte: Welche Grundsätze sollen unser Führungsverhalten prägen – auch dann, wenn es schwierig wird?
  3. Wirkung: Woran können Mitarbeitende im Alltag erkennen, dass wir diese Werte tatsächlich gemeinsam leben?

Lassen Sie zunächst jede Führungskraft ihre Antworten für sich formulieren. Erst danach werden die Perspektiven zusammengetragen.

Die Unterschiede sind dabei kein Problem, das möglichst schnell beseitigt werden muss. Sie sind der Ausgangspunkt für ein wertvolles Gespräch.

Denn vielleicht kennen alle bereits einen Teil des Elefanten. Das vollständige Bild entsteht erst, wenn sie ihre Wahrnehmungen miteinander teilen.

Gute Führung braucht keine einheitlichen Methoden. Sie braucht eine gemeinsame Haltung, die unterschiedliches Führungsverhalten trägt.

Wie steht es um das gemeinsame Führungsverständnis in Ihrem Unternehmen?

Wir von ReSolTat unterstützen Führungsteams dabei, ihr Menschenbild, ihre Werte und ihre Führungswirkung gemeinsam zu reflektieren – mit professioneller Moderation, erlebnisorientierten Methoden und konkreter Begleitung bei der Umsetzung.

Ob direkt im Führungsalltag, bei einem intensiven Offsite oder als kontinuierlicher Entwicklungspartner: Wir schaffen Raum für ehrliche Gespräche, neue Perspektiven und wirksame Veränderungen.

Lassen Sie uns darüber sprechen, wie Ihr Führungsteam aus unterschiedlichen Perspektiven ein gemeinsames Führungsverständnis entwickeln kann.

www.resoltat.de

Häufige Fragen zum gemeinsamen Führungsverständnis

Was versteht man unter einem gemeinsamen Führungsverständnis?

Ein gemeinsames Führungsverständnis beschreibt die grundlegenden Haltungen, Werte und das Menschenbild, an denen sich Führungskräfte eines Unternehmens orientieren. Es schafft eine gemeinsame Grundlage für Entscheidungen, Kommunikation und Zusammenarbeit, ohne ein einheitliches Führungsverhalten vorzuschreiben.

Warum brauchen unterschiedliche Mitarbeitende unterschiedliche Führung?

Mitarbeitende unterscheiden sich in Persönlichkeit, Erfahrungen, Kompetenzen, Werten und Bedürfnissen. Gute Führung berücksichtigt diese Unterschiede und passt Orientierung, Beteiligung, Unterstützung und Freiraum an die jeweilige Person und Situation an. Die gemeinsame Führungshaltung bleibt dabei erhalten.

Warum ist ein gemeinsames Führungsverständnis im Führungsteam wichtig?

Ein gemeinsames Führungsverständnis gibt Mitarbeitenden Orientierung und unterstützt die bereichsübergreifende Zusammenarbeit. Ohne gemeinsame Grundsätze können widersprüchliche Erwartungen entstehen, beispielsweise beim Umgang mit Fehlern, Verantwortung oder Eigeninitiative. Ein Führungsteam sollte deshalb seine Haltungen und Werte regelmäßig gemeinsam reflektieren.

Wie entwickelt ein Führungsteam eine gemeinsame Führungshaltung?

Am Anfang steht die strukturierte Reflexion: Welche Überzeugungen prägen unser Führungsverhalten? Welches Menschenbild vertreten wir? Wie erleben Mitarbeitende unsere Führung? Durch moderierte Gespräche, Feedback, gemeinsame Erfahrungen und konkrete Vereinbarungen können Führungsteams ein gemeinsames Verständnis entwickeln und im Alltag überprüfen.

Welche Methoden helfen, Führungsverhalten zu reflektieren?

Geeignet sind beispielsweise Führungsteam-Checks, strukturierte Feedbackgespräche, moderierte Fallbesprechungen, Reflexionsworkshops und erlebnisorientierte Übungen. ReSolTat verbindet solche Methoden mit konkreten Führungssituationen. Das kann direkt im Arbeitsalltag, bei einem Führungsteam-Offsite oder im Rahmen einer kontinuierlichen Entwicklungsbegleitung geschehen.

Wie unterstützt ReSolTat Führungsteams bei der Entwicklung eines gemeinsamen Führungsverständnisses?

ReSolTat begleitet Führungskräfte und Führungsteams durch professionelle Moderation, strukturierte Reflexion und praxisorientierte Methoden. Die Zusammenarbeit ist im Unternehmen, als Offsite – auch auf einer eigenen Segelyacht auf der Ostsee – oder als längerfristige Entwicklungsbegleitung möglich. Ziel ist es, unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen, gemeinsame Haltungen zu klären und konkrete Veränderungen im Führungsalltag zu ermöglichen.

Sie möchten das Führungsverständnis Ihres Führungsteams reflektieren? Sprechen Sie mit ReSolTat über eine passende Begleitung.

ReSolTat GmbH & Co. KG

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